Kirchliche Nachrichten 
Evangelische Kirchengemeinde Kohlberg

Telefon (07025) 3517 - Fax (07025) 3531
E-Mail: pfarramt.kohlberg@elkw.de
Homepage: www.ev-kirche-kohlberg.de
Bürozeiten Sekretariat:
Dienstag und Donnerstag von 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.
1. Johannes 3,8b

Sonntag, 21. Februar - Invokavit
10.00 Uhr    Predigt-Gottesdienst (Prädikant Martin Vorholzer) mit Livestream
Predigttext: Johannes 13, 21-30
Kein Kindergottesdienst
14.00 Uhr    Gemeinschaftsstunde der Apis in der Kirche (1. Mose 49, 1-28)

Mittwoch, 24. Februar
16.00 Uhr    Digitaler Konfirmandenunterricht

Samstag, 27. Februar
14.00–15.00 Uhr    Gemeindefreizeit-Webinar über GoToMeeting

Liebe Gemeindeglieder,
Unsere Winter-Predigtreihe Evangelisch im Täle „In Bewegung – in Begegnung“ konnten wir am vergangenen Sonntag abschließen. Pfarrerinnen und Pfarrer des Distriktes Neuffener Tal (Evangelisch im Täle) waren in den verschiedenen Gemeinden unterwegs. So konnten wir die gleichen Bibeltexte unter dem Stichtwort „In Bewegung – in Begegnung“ miteinander teilen und in den verschiedenen Gemeinden auch digital ins Gespräch finden. Insgesamt stieß diese Winter-Predigtreihe auf großes Interesse. Zum ersten Mal haben wir diese im Neuffener Tal durchgeführt, ansonsten war vor der Coronazeit in den letzten Jahren ja immer eine „Expedition“ angeboten, die in den verschiedenen Gemeindehäusern stattfand. Da dies in diesem Jahr nicht erlaubt war, sind wir auf die Gottesdienste ausgewichen und konnten somit wichtige Bibeltexte miteinander bedenken. Zum Teil wurden diese Bibeltexte auch in digitalen Hauskreisen besprochen und zudem dann zu den Gottesdiensten, auch den Digitalen eingeladen. So gab es zwischen den Gemeinden hin und her Austausch, wenn auch in diesem Jahr in reduzierter Art. Ganz herzlich danken wir all denjenigen, die diese Predigtreihe mitgestaltet haben. Schön war dabei auch, Pfarrer und Pfarrerinnen der anderen Gemeinden kennenzulernen und die Gemeinschaft auch darin zu pflegen.
Wünsche kamen auf, ob wir diese Winter-Predigtreihe nicht in jedem Jahr durchführen könnten. Wahrscheinlich wird dies im nächsten Jahr so auch wieder angeboten werden. Natürlich dann zu einem ganz anderen Thema.
Sowohl in unserem ganz eigenen Leben und dem unserer Familien, als auch im Leben unserer Gesellschaft und Dorfgemeinschaft sind wir in diesen letzten Wochen und Monaten an sehr viele äußerliche Eckdaten gebunden und der ein oder andere fühlt sich regelrecht angebunden. Wie das immer so ist im Leben, haben wir verschiedene Kraftreserven, Visionen und ganz persönliche Möglichkeiten, mit schwierigen Dingen umzugehen. Diese Zeit ist für die allermeisten nun sehr schwierig geworden. Sowohl für unsere alten Menschen, die alleine leben und damit auch oftmals einsam sind, als auch für unsere jungen Familien, die ihre Kinder und Jugendlichen zuhause in Übermaßen begleiten und betreuen. Da ist es nur gut, dass unsere Grundschule nach den Faschingsferien, also am Montag, 22. Februar, zumindest zu einem Teil Präsenzunterricht zurückkehrt. Somit können unsere Schüler doch einige Stunden in der Woche wieder in die Grundschule zurückkehren zu einem analogen Unterricht. Parallel dazu wird es eine Notbetreuung geben. Wie gut, dass dann auch Eltern und Schüler wieder etwas entlastet werden. Was wir in Kohlberg tun können, ist, den ganz persönlichen Kontakt innerhalb unserer Wohngemeinschaften bzw. Nachbarschaften wieder zu intensivieren. Im Abstand von einigen Metern und dies dann evtl. auch mit Mundschutz, können wir in das gemeinsame Gespräch finden und falls notwendig, auch einander Hilfe anbieten und umsetzen. Die Stärken eines Dorfes und deren Dorfgemeinschaft sind hier ein Pfund, mit dem wir wuchern können. Niemand sollte sich über Wochen gar alleingelassen fühlen. Was sonst in großem Stile möglich ist, dass sich nämlich in Vereinen und Organisationen die Menschen ganz selbstverständlich im Dorf treffen, fällt ja in diesen Tagen und Wochen weg. Nun müssen und sollten wir einfach etwas aufmerksamer sein, wo Einsamkeit, Überforderung, Not und Bedrückung ist. Nicht alle Menschen getrauen sich, dies zu artikulieren und zu formulieren. Auch ältere Menschen sind es meist nicht gewohnt, über ihre ganz persönlichen Nöte zu sprechen. Also, aufmerksam, wachsam und hörbereit dürfen wir in diesen Wochen weiterhin sein.
Zudem steht in diesen Zeiten immer wieder die Frage, wie lang wird denn dieser Lockdown und all die damit verbundenen Auflagen noch unser Leben bestimmen. Nunmehr ist klar geworden, dass nur eine Durchimpfung in unserer Gesellschaft wirklich helfen kann. Und dass dies natürlich, wenn eine ganze Gesellschaft durchgeimpft werden muss, sich noch über die nächsten Monate erstrecken wird. Aber nicht nur die Tage werden in dieser Zeit wieder länger und heller, sondern auch die Zuversicht und das Licht am Horizont wird klarer und deutlicher. Jetzt also heißt es durchhalten, hoffen und beten und weiterhin aufeinander Acht geben.
In solchen Zeiten fragen wir Menschen uns immer, wie sollen wir das eigentlich schaffen? Wie sollen wir und können wir das noch durchhalten? Das gilt in ganz persönlichen Krankheitszeiten, als auch in gesellschaftlichen Krisenzeiten. Wie müssen unsere Vorfahren dies in einem 6-jährigen 2. Weltkrieg gedacht und erbeten haben? Immer wieder die Situation – wann wird dieses Elend endlich vorbei sein? Also immer wieder auch Gedanken des Durchhaltens und des Hoffens. Von diesen Gedanken wusste auch Jesus. Und von diesen Gedanken weiß Gott noch heute. Gott steht da in diesen Zeiten nicht außerhalb, lehnt sich womöglich zurück, schaut womöglich nur zu, sondern stellt sich zu uns Menschen. Wir dürfen um sein Heil und seine Gegenwart bitten und auch darum wissen.
In Matthäus 11, Vers 28 lesen wir ein Wort, das Jesus uns noch heute zuruft: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Und dann geht dieser Vers noch weiter. Vers 29, dort steht: „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“ Ja, Ruhe finden für unsere Seelen. Auch in diesen Tagen geht es darum. Zur Ruhe zu kommen und zur Ruhe zu finden und das im Herzen und in unseren Seelen, das ist unser Wunsch, denn wir spüren die Not, wenn uns dies nicht gelingt. Jesus ruft uns zu: Komm doch zu mir, gerade du, der du angespannt, beladen und in Sorge bist. Und er ruft jeden von uns, wenn wir das wollen und vor allem hören wollen, ganz deutlich zu – „Ich will dich erquicken!“
Wie funktioniert denn das? Ein Wort, das vor 2000 Jahren geschrieben wurde? Wie kann ich das für mich hören? Für mich, meine Lieben und diese Welt?
Mit unseren Konfirmanden besprechen wir gerade das Wunder des Gebetes. Wie können wir beten und was findet im Gebet eigentlich statt?
Ja, wir können mit Gott heute noch reden, und das in allen Lebensphasen und in allen Lebensthemen und auch jetzt in dieser Coronazeit mit all den damit verbundenen Nöten und Einschränkungen. Ja, wir können Gott um Hilfe bitten und ihm unsere Mühsal und Beladenheit und Belastungen auch benennen. Wir können beten, hoffen und einander helfen, indem wir auch füreinander beten, danken und Gott loben.
In jedem Sonntagsgottesdienst tun wir dies, auch für die Gemeinde und die Kommune und alle Menschen unseres Dorfes und darüber hinaus. Auch das ist ein Dienst, den wir in dieser Coronazeit durchaus tun können. Im noch möglichen analogen Gottesdienst oder in einem digitalen Gottesdienst, den wir mitfeiern.
Wir haben in dieser Zeit zu lernen und dürfen auch Neues sehen und neue Möglichkeiten ergreifen. Vielleicht gehört auch das Sich-wieder-einlassen auf das Gebet dazu. Wäre das nicht eine gute Möglichkeit? Unsere Konfirmanden lassen sich darauf ein, und so wie sie zurückmelden, machen sie dabei gute Erfahrungen. Dieses Angebot gilt nicht nur unseren Konfirmanden, sondern jedem von uns. Lassen wir uns darauf ein! Es lohnt sich.
Liebe und herzliche Grüße in einer durchaus schwierigen Zeit, in der wir aber dennoch Dinge erleben und finden, wofür wir Gott auch danken können.
Ihr Pfarrer Harald Geyer

Die Vesperkirche „to go“ sagt „DANKE!“
Obwohl die Vesperkirche dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht in bewährter Weise stattfinden konnte, haben wir an den drei eingerichteten Abholstationen doch viele Menschen mit unseren Vesperkirchentüten erreicht. Die von uns am Anfang recht vorsichtig kalkulierte Anzahl an Essenstüten konnten wir kontinuierlich ausbauen, um die gestiegene Nachfrage auch bedienen zu können. Zuletzt haben wir täglich im Schnitt 200 Vesperkirchentüten verteilt. Wir freuen uns sehr, dass unser Angebot so positiv angenommen wurde und wir damit diejenigen unterstützen konnten, die auf unsere Solidarität angewiesen sind.
Im Namen unserer Gäste bedanken wir uns ganz herzlich für die Unterstützung, die uns auch aus vielen Gemeinden unseres Kirchenbezirks erreicht hat. Sei es durch Arbeitseinsätze, Opfer der einzelnen Gemeinden und/oder Geld- und Sachspenden. Vielen Dank dafür!
Nun hoffen wir sehr, dass die Vesperkirche 2022 wieder wie in den Vorjahren mit Begegnung, Gemeinschaft und intensiven Gesprächen stattfinden kann. Hoffentlich dann auch wieder mit Ihrer Unterstützung!
Bis dahin grüße ich Sie ganz herzlich und bleiben Sie gesund,
Ihre Diakonin Evi Handke

Weltgebetstag 2021 - Einladung zum Rundgang
Auch der Weltgebetstag kann in diesem Jahr aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht traditionell in unseren Nürtinger Kirchengemeinden mit einem Gottesdienst vor Ort und anschließendem gemeinsamen Essen begangen werden.
Damit Sie aber dennoch ein wenig vom Geist des Weltgebetstages miterleben und das diesjährige Gastgeberland Vanuatu kennenlernen können, haben die Frauen vom Weltgebetstags-Team der christlichen Gemeinden in Nürtingen diesen Tag in Form von kleinen Schaufenstergestaltungen in der Nürtinger Innenstadt erlebbar gemacht.
Dankbar, dass uns einige Geschäfte – wie Buchhandlung Zimmermann, Buchhandlung Im Roten Haus, Nürtinger Weltladen, Glas & Beutel (Unverpackt-Laden) und Radhaus Czernoch - zu diesem Zweck einen Teilbereich ihrer Schaufläche zur Verfügung stellen, laden wir herzlich zu diesem kleinen besinnlichen Rundgang ein, der vom 22. Februar bis zum 7. März 2021 zu sehen ist. Zusätzliche Info-Materialien wie z.B. Gratispostkarten oder Spendentüten werden in den Nürtinger Kirchengemeinden ausliegen.
Weitere Informationen zu Vanuatu, dem Weltgebetstag am 5. März 2021 und wie Sie teilnehmen und beitragen können, erhalten Sie unter: www.weltgebetstag.de .
Der Weltgebetstags-Gottesdienst ist über diese Website, auf YouTube oder bei Bibel-TV im Fernsehen zu sehen.