Kirchliche Nachrichten  
Evangelische Kirchengemeinde Kohlberg

Telefon (07025) 3517 - Fax (07025) 3531
E-Mail: pfarramt.kohlberg@elkw.de
Homepage: www.ev-kirche-kohlberg.de
Bürozeiten Sekretariat:
Dienstag und Donnerstag von 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.
Johannes 12,32

Sonntag, 16. Mai – Exaudi
10.00 Uhr    NUR digitaler Gottesdienst per Livestream aus der Kohlberger Kirche
über die Homepage der Kirchengemeinde www.ev-kirche-kohlberg.de oder direkt über den Youtube-Kanal bit.ly/KiGeKohlberg oder als Audio-CD
Predigttext: Johannes 7, 37-39 (Pfarrer Harald Geyer und Musikteam)
Kein Kindergottesdienst!
19.00 Uhr    BEAT-Gottesdienst in der Martinskirche Neuffen oder im Livestream zum Thema: „Begrenzt und trotzdem frei? (Thomas Volle, Nürtingen)

Montag, 17. Mai
20.00 Uhr    Digitale Ausschusssitzung des Ev. Jugendwerks-CVJM

Dienstag, 18. Mai
19.30 Uhr    Kirchengemeinderatssitzung

Mittwoch, 19. Mai
16.00 Uhr    Konfirmandenunterricht in der Kirche
            
Liebe Gemeinde,

am kommenden Sonntag, 16. Mai, dem Sonntag zwischen Himmelfahrt und Pfingstsonntag, feiern wir den Gottesdienst noch einmal digital. Vierzig Tage nach Ostern ist, so berichtet die Bibel, Jesus Christus in der sogenannten Himmelfahrt, wieder in den Himmel aufgefahren und sitzt, wie wir im Glaubensbekenntnis bekennen, zur Rechten Gottes. Das Fest „Christi Himmelfahrt“ ist vermutlich erst im 4. Jahrhundert nach Christi Geburt entstanden. Bis dahin wurde die Himmelfahrt, bzw. Erhöhung Jesu zum Vater in den Himmel, an Ostern oder Pfingsten mitgefeiert.
Was ist eigentlich entstanden, zwischen den 50 Tagen von Ostersonntag bis zum Pfingstfest? Wie wir wissen, ist Jesus am Ostermorgen vom Tode auferweckt worden. Er kam zu seinen Jüngern und den anderen Frauen und Männern, die ihn bisher begleitet hatten. Immer wieder ist er in diesen Wochen diesen Menschen erschienen, hat mit ihnen geredet und sogar mit ihnen gegessen. Dabei, berichtet die Bibel, hätte er einen sogenannten verklärten „Körper“ gehabt. Einerseits waren an den Händen und Füßen die Wundmale der Kreuzigung sichtbar. Andererseits konnte Jesus auch durch verschlossene Türen zu seinen Freunden gelangen. Aber genau diese Zeit, in der Jesus sozusagen zwischen den Welten gelebt hat, war begrenzt. Diese Zeit dauerte bis zur Himmelfahrt, also 40 Tage. Und dies bedeutete, dass Jesus aus der sichtbaren Welt in die für uns unsichtbare Welt seines Vaters in den Himmel zurückkehrt.
Nur der Evangelist Lukas berichtet ausführlich von der Himmelfahrt Jesu. Und in diesem Bericht wird klar, dass die Himmelfahrt sozusagen eine Art Scharnier darstellt. Jetzt endet die Zeit des irdischen Wirkens von Jesus, und die Zeit der Jünger, die sich ab jetzt Apostel nennen, in der Gemeinde, beginnt. Beim Evangelisten Johannes lesen wir keine Himmelfahrtsgeschichte, aber das Auffahren zum Vater, wie Johannes es beschreibt, wird vorausgesetzt. Himmelfahrt bedeutet also nicht, dass Jesus eben irgendwohin verschwunden ist. Er ist „in den Himmel“ gefahren – d.h. er ist zurück zu seinem Vater gegangen. Und die Frage bleibt natürlich, was er ab jetzt, dort bei seinem Vater, tut? Seinen Jüngern erklärte er einmal: „Mir ist gegeben alle Macht, im Himmel und auf Erden“ (Matthäus 28,18). Es gehörte von Anfang an zum christlichen Bekenntnis, Jesus als „Herrn“ zu bekennen, welcher eben zur Rechten Gottes, aufgefahren in den Himmel, sitzt und ihm die Engel und die Gewaltigen und alle Mächte untertan sind. Was aber ist dann geschehen, zwischen Himmelfahrt und dem Pfingstfest? Kann man sagen, dass Jesus gegangen ist und die Jünger alleine gelassen hat?
Sicherlich kamen seine Jünger während dieser 10 Tage sich etwas hilflos vor, in dieser Welt. Jesus ist als Auferstandener nicht mehr unter ihnen, aber es ist auch noch nicht sichtbar, wie sie weitergeführt werden sollen, diese Jünger und alle, die bereits an Jesus glaubten. Noch also sind es 10 Tage bis zum Pfingstfest. Dieses Fest ist dann das Fest des Heiligen Geistes. Schon das Alte Testament spricht vom Geist Gottes als Inbegriff der Gegenwart Gottes in einem Menschen und in dieser Welt. 50 Tage nach Ostersonntag hat sich Gott mit seinem Auferstehungsgeist in dieser Welt und zu dieser Welt bekannt. 50 heißt auf Griechisch „Pentekosti“ – davon ist das Wort Pfingsten abgeleitet. Wie das jüdische Fest bezeichnet der Name des christlichen Festes den zeitlichen Abstand zu Ostern.
In den ersten Jahrhunderten wurden in der Regel Himmelfahrt und Pfingsten gemeinsam gefeiert. Heute ist Pfingsten in vielen Ländern das dritte große christliche Fest im Kirchenjahr und wird, wie Weihnachten und Ostern, zweitägig gefeiert. Mit dem Fest der Himmelfahrt (40 Tage nach Ostern) und dem Pfingsttag (50 Tage nach Ostern) schließt im Kirchenjahr die Osterzeit.
Das Pfingstfest war für die Juden schon bekannt. Es war das jüdische Wochenfest. Auf hebräisch: „Schavuot“. Es war das zweite große jährliche Fest Israels. Viele Pilger aus aller Welt strömten dazu nach Jerusalem.
An diesem Fest also nun schenkt Gott quasi aus dem Himmel seinen und in Jesus Christus gehandelten Auferstehungsgeist. Mit diesem Geist erreicht er seine Jüngerinnen und Jünger und alle Menschen dieser Welt. Dieser Heilige Geist, der nun an diesem Pfingstfest in diese Welt kommt, legt sich über die Christengemeinde. Die Apostel sind nunmehr mit Gott und seinem Sohn im Himmel verbunden und können in allen Zeiten des Lebens und  Handelns mit Gott reden und zu ihm beten. Mit dem Pfingstfest ist die lebendige Beziehung zu Gott und umgekehrt hergestellt. Nunmehr hat die Kirche als Gemeinschaft seiner Jüngerinnen und Jünger seinen lebendigen Mittelpunkt. Kirche ist damit eben nicht ein Geist der Vergangenheit und der schönen Erinnerungen an die Zeit Jesu, sondern der sogenannte Geburtstag der Kirche. Hier entsteht immer und überall Neues durch Gottes Heiligen Geist. Hier ist Lebendigkeit und Leben. Leben aus Kreuz und Auferstehung Jesu. Hier ist Hoffnung und hier ist Kraft.
Insofern ist das Pfingstfest ein ganz wichtiges Fest für die Christenheit. Hieraus bezieht sie bis heute ihre Lebenskraft und Schaffenskraft. Ohne die Kraft des Heiligen Geistes ist Kirche eine Museumsveranstaltung. Nur durch diesen Heiligen Geist ist und bleibt sie lebendig bis zum letzten Tag dieser Welt.
Das gilt es auch an diesem Pfingstfest wieder neu zu entdecken und zu feiern.
Insofern hoffen wir, dass wir an diesem Pfingstfest wieder in unseren Kirchen analog zum Gottesdienst, selbstverständlich nach wie vor mit allen Hygieneauflagen die es gibt, Gottesdienst feiern können, auch hier in Kohlberg. Voraussetzung um dies zu können, ist, dass zuvor die Inzidenz des Landkreises Esslingen unter 200 gegangen ist. Hier sind wir im Moment auf einem guten Weg und wünschen uns, dass wir in diesen Tagen des Mais/Junis weitere Öffnungen und Begegnungen miteinander erleben dürfen. Legen wir es nach wie vor in Gottes Hände und befehlen uns und diese Welt seinem Heiligen Geist an. In der Hoffnung, uns bald auch wieder analog zu sehen und zu treffen, grüße ich Sie, auch mit den besten Grüßen des Kohlberger Kirchengemeinderates und wünsche Ihnen und Ihren Familien und unserer Gemeinde ein gesegnetes und gesundes Pfingstfest.
Ihr/euer Pfarrer Harald Geyer

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Den Brief mit der Bitte um eine Spende für unsere Evangelische Kirchengemeinde Kohlberg in Form eines Gemeindebeitrags finden Sie in den nächsten Tagen in Ihrem Briefkasten. Wir haben wieder 3 Projekte ausgesucht, für die Sie gezielt einen Beitrag leisten können. Dies sind die Allgemeine Gemeindearbeit, noch einmal der neue Bodenbelag im Saal des Gemeindehauses und die Erweiterung der Technik für das Streamen der Gottesdienste. Ganz herzlichen Dank im Voraus für Ihre finanzielle Unterstützung!